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Kritisches Forum für Kunst, Kultur und Fragen der Zeit e.V.

Kontra-Punkte I

Die Georg-Meistermann-Gesell-schaft - Kritisches Forum für Kunst, Kultur und Fragen der Zeit hat die Öffentlichkeit nach ihrer Gründung erstmalig zu ihrer neuen Veranstaltungsreihe “Kontra-Punkte” eingeladen.

In drei Vorträgen wurde – parallel zur Wittlicher Georg-Meistermann-Ausstellung – der für Meistermann so wichtige, lebenslange Einsatz für Kunst, Wahrhaftigkeit und Freiheit mit verschiedenen sowie vergleichenden Bild- und Text-beispielen vorgestellt.

KontraPunkte - E-karte VS - 12.11.11

Im Nachfolgenden sehen Sie einen Rückblick über die erste, dreiteilige Veranstaltungsreihe der “Kontra-Punkte”, die vom 4. Dezember 2011 bis 29. April 2012 stattgefunden hat:
 

Sonntag, 04.12.2011 - 11 Uhr (Eröffnungsvortrag)

“Das Phantom der künstlerischen Freiheit”
Wie die Kunst in Vergangenheit und Gegenwart für herrschaftliche Zwecke missbraucht wird

Lichtbildvortrag von Norbert Küpper, Maler und Kunsthistoriker M.A., Köln
Veranstaltungsort: Galerie Bose, Alte Chaussee 27, 54516 Wittlich

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Sonntag, 05.02.2012 - 11 Uhr

“Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Schaffen und Denken Georg Meistermanns”

Lichtbildvortrag von Thomas J. Miller, Rechtsanwalt und Justitiar der Nachlassverwaltung Prof. Meistermann, Köln
Veranstaltungsort: Casino, Friedrichstraße 4, 54516 Wittlich

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Sonntag, 29.04.2012 - 11 Uhr

“Die Freiheit muss gegen den virulenten Geist des Nationalsozialismus verteidigt werden”
Georg Meistermanns künstlerisches und gesellschaftspolitisches Vermächtnis

Lichtbildvortrag von Dr. Justinus Maria Calleen, Kunsthistoriker, Historiker und GM-Nachlassverwalter, Köln und Wittlich
Veranstaltungsort: !NEU! Casino, Friedrichstraße 4, 54516 Wittlich !NEU!

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Nach den einzelnen Vorträgen ist eine Diskussion mit den Teilnehmern vorgesehen.

Der Eintritt ist frei.

Herzliche Einladung!

 

Als Fortsetzung der Reihe “Kontra-Punkte” im Jahr 2012 wird die Georg-Meistermann-Gesellschaft entsprechend ihres Selbstverständnisse weiterführende, aktuelle Themen zu den unterschiedlichen Bereichen von Kunst, Kultur und Fragen der Zeit anbieten. Damit möchte sich die GM-Gesellschaft dafür einsetzen, dass eher vernachlässigte Themen ihre öffentliche Aufmerksamkeit und kritische Reflexion erfahren.

 

 

 

Vortrag 04.12.2011:

“Das Phantom der künstlerischen Freiheit“
Wie die Kunst in Vergangenheit und Gegenwart für herrschaftliche Zwecke missbraucht wird

Lichtbild-Vortrag von Norbert Küpper M.A.

Die Georg-Meistermann-Gesellschaft lädt am 4. Dezember 2011 zu einem Vortrag ein, bei dem die Freiheit in der Kunst im Zentrum steht. Als Referenten hat die Georg-Meistermann-Gesellschaft den in Wittlich nicht unbekannten Kölner Maler und Kunsthistoriker Norbert Küpper M.A. gewinnen können.

Bekanntlich war für den von den Nationalsozialisten verfemten Künstler Georg Meistermann die Kunstfreiheit ein zentrales Anliegen. Wie kaum ein anderer Begriff wird heute Kunst mit Freiheit in Verbindung gesetzt. In grundlegender Weise ist die Kunstfreiheit vom deutschen Grundgesetz geschützt. Aber worin diese künstlerische Freiheit in Wirklichkeit besteht, wird eher selten ausgesprochen. Deren Zusammenhänge und Konsequenzen bleiben oft diffus. Existiert die Freiheit der Kunst tatsächlich in umfassender Weise? Und handelt es sich dabei lediglich um einen frommen Wunsch oder gar nur um ein Phantom?

Norbert Küpper wird anhand von kunsthistorischen Bildbeispielen aus der Renaissance und der Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts aufzeigen, dass unter Freiheit der Kunst und der Künstler nicht immer das Gleiche verstanden wurde. Dabei wird deutlich, dass die Künstler durch ihre Freiheit an gesellschaftlichen Änderungen nicht nur teilgenommen haben, sondern durch ihre Kunst immer auch neue Perspektiven und Impulse für die gesellschaftliche Entwicklung lieferten. So sehr die Kunstfreiheit über positive, aufklärerische Einflüsse verfügt, weckt sie zugleich auch Begehrlichkeiten von bestimmten Kreisen, die Kunst herrschaftlich zu vereinnahmen und sie in ihrer Freiheit einzuschränken. Eine umfassende Kunstfreiheit weckt nicht nur Faszination, sondern lässt Befürchtungen aufkommen, dass sie in unkontrollierter Weise zu eigenständige Wirkungskräfte entfaltet. Nicht immer sind diese Freiheitsbeschneidungen so offensichtlich zu Tage getreten wie in der Inquisition oder NS-Diktatur. Vor diesen historischen Fragestellungen ausgehend, wird der Lichtbildervortrag mit einem zeitgenössischen Blick auf die aktuelle Kunstsituation abschließen.

Sonntag, 04.12.2011 - 11 Uhr, Galerie Bose, Alte Chaussee 27, 54516 Wittlich (Eintritt frei)

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In seinem Startvortrag für die neue Reihe “Kontra-Punkte” referierte der Kölner Kunsthistoriker und Künstler Norbert Küpper über “Das Phantom der künstlerischen Freiheit - Wie die Kunst in Vergangenheit und Gegenwart für herrschaftliche Zwecke missbraucht wird”.

Zu der Eröffnung der Veranstaltungsreihe am 4. Dezember 2011 in der Wittlicher Galerie Bose begrüßte die 2. Vorsitzende der Georg-Meistermann-Gesellschaft, Anne-Dorothee Bose, etwa 20 Zuhörer. Sie folgten dem kurzweiligen wie informativen Lichtbildvortrag von Norbert Küpper, der anhand vieler beispielhaft ausgewählter Bildbelege einen kunstgeschichtlichen Überblick über die nie selbstverständliche und von verschiedensten Einflussnahmen bedrohte künstlerische Freiheit bot.

 

Referent Norbert Küpper 04.12.11 (3)

 

 

 

Vortrag Küpper  Galerie Bose - 04.12.11

 

Nach einem angeregten Austausch im Anschluss an den Vortrag gab der Moderator Dr. Justinus M. Calleen einen abschließenden kurzen Ausblick auf den nächsten Vortrag am 5. Februar 2012, den Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied Thomas J. Miller zum Thema “Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Schaffen und Denken von Georg Meistermann” halten wird.

 


 

Der Referent Norbert Küpper (oben) und die Gäste beim Eröffnungsvortrag zu den “Kontra-Punkten” in der Galerie Bose in Wittlich                 (Fotos: S. Endres)


Bebilderter Original-Vortrag von Norbert Küpper “Das Phantom der künstlerischen Freiheit” (pdf)...

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Vortrag 05.02.2012:

“Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Schaffen und Denken von Georg Meistermann”

Lichtbild-Vortrag von Rechtsanwalt Thomas J. Miller

Die Georg-Meistermann-Gesellschaft lädt am 5. Februar 2012 zu ihrem zweiten Vortrag innerhalb der Veranstaltungsreihe "Kontra-Punkte" ein, bei dem Person und Werk ihres Namensgebers im Mittelpunkt stehen werden. Als Referenten hat die Georg-Meistermann-Gesellschaft den dem Werk und der Familie Meistermann in besonderer Weise verbundenen Kölner Rechtsanwalt Thomas J. Miller gewinnen können. Thomas J. Miller ist zugleich Justitiar der Nachlassverwaltung Prof. Georg Meistermann und Mitglied des Vorstandes der Georg-Meistermann-Gesellschaft.

Immanuel Kant sah in der Kunst bereits mehr als die reine Darstellung ästhetischer Ideen, er verstand die Kunst als Möglichkeit der Wahrheitsfindung. Georg Meistermann war von dem Nutzen und der Wahrhaftigkeit, die Kunst für die Gesellschaft hat, zutiefst überzeugt. Er hat seine ihm ureigene Form der Wahrhaftigkeit in Form einer Identität von Person und Werk als Konstante durch seine Kunst sichtbar und erfahrbar gemacht und sich hierbei der Wahrhaftigkeit der Sinne bedient. Seine Werke drücken die ihm eigene Wahrhaftigkeit aus, das, was ihm sein intensivstes Verlangen war: die Freiheit, die Freiheit des einzelnen und vor allem die Freiheit seines Machens.

Thomas J. Miller wird aufzeigen, wie Bildkunst zunächst lange Zeit primär ein dienendes Medium war, um den von Mythologie und Religionen erzählten Geschichten anschauliche Glaubhaftigkeit zu verleihen, Kunst dann jedoch mehr und mehr als Kommunikationsmittel genutzt wurde. Es besteht dann der Wahrheitsgehalt der postmodernen und zeitgenössischen Kunst darin, der Gesellschaft anhand von Kunstwerken ihre Unterscheidungs- und Bewertungsfähigkeit vor Augen zu führen. Ausgehend von diesen theoretischen Grundlagen wird sich Thomas J. Miller dann ausführlich mit Person und Werk Georg Meistermanns und dem Wahrhaftigkeitsverständnis seines Schaffens befassen.

Sonntag, 05.02.2012 - 11 Uhr, Restaurant “Casino”, Friedrichstraße 4, 54516 Wittlich (Eintritt frei)

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„Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Schaffen und Denken Georg Meistermanns“ hieß das Thema des Vortrages, den Rechtsanwalt Thomas Miller aus Köln am 5. Februar 2012 auf Einladung der „Georg Meistermann Gesellschaft e.V. in Wittlich hielt.

Damit allen Gästen eine Sitzgelegenheit im "Casino" angeboten werden konnte, mussten vor dem Grußwort von Anne Bose, der 2. Vorsitzenden der Gesellschaft, zunächst zahlreiche Stühle hinzugeholt werden. Dr. Justinus Maria Calleen stellte im Anschluss an die Begrüßung den Referenten Thomas Miller vor.
In seinem nachfolgenden Vortrag machte Miller dann unter anderem anschaulich deutlich, dass der Künstler Georg Meistermann sein Leben lang vom Nutzen und der Wahrhaftigkeit, die Kunst für die Gesellschaft hat, zutiefst überzeugt war.

Meistermann habe, so Miller, seine ihm ureigene Form der Wahrhaftigkeit in Form einer Identität von Person und Werk als Konstante durch seine Kunst sichtbar und erfahrbar gemacht und sich hierbei der Wahrhaftigkeit der Sinne bedient. Seine Werke drücken immer wieder die ihm eigene Wahrhaftigkeit aus, das, was ihm sein intensivstes Verlangen war: die Freiheit, die Freiheit des einzelnen und vor allem die Freiheit seines Machens. Und so seien seine Bilder auch heute immer noch unanfechtbare Argumente.

Der Referent und die weiteren Vorstandsmitglieder diskutierten im Anschluss an die Veranstaltung mit den Gästen über das Vortragsthema sowie über Person und Kunstwerke Georg Meistermanns. Die kommende Veranstaltung der "Georg Meistermann Gesellschaft" mit dem Thema "Kunst und Freiheit müssen täglich verteidigt werden" findet am Sonntag, 29.04.2012, um 11 Uhr in der Galerie Bose (NEU: Casino, Friedrichstraße 4, Wittlich) statt. Referent wird an diesem Tag Dr. Justinus Maria Calleen sein.

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Vortrag 29.04.2012:

„Die Freiheit muss gegen den virulenten Geist des Nationalsozialismus verteidigt werden“
Georg Meistermanns künstlerisches
und gesellschaftspolitisches Vermächtnis

Lichtbild-Vortrag von Dr. Justinus Maria Calleen
 

Zum Lichtbildervortrag von Dr. Justinus Maria Calleen und zum Abschluss der ersten, dreiteiligen Kontra-Punkte-Reihe lädt die Wittlicher Georg-Meistermann-Gesellschaft am Sonntag, dem 29. April 2012, 11.00 Uhr, ins „Casino Wittlich“ ein. Der Kunsthistoriker, Enkel, und Meistermann-Nachlassverwalter sowie der für „sein wissenschaftliches Lebenswerk ausgezeichnete und geehrte Meistermann-Experte Dr. Calleen“ wird mit ausgewählten Bild- und Textbeispielen zum Thema „‘Die Freiheit muss gegen den virulenten Geist des Nationalsozialismus verteidigt werden‘ – Georg Meistermanns künstlerisches und gesellschaftspolitisches Vermächtnis“ sprechen. Das GMG-Vorstandsmitglied und der Kölner Rechtsanwalt Thomas Miller wird die Veranstaltung moderieren. Der Eintritt ist frei.

Georg Meistermann (1911-1990) hat ein Leben lang auf das hoch fragile Beziehungsgeflecht von Freiheit, Gesellschaft, Politik und Kunst hingewiesen. Die Freiheit der Kunst und des Geistes sah er durch die Machtinteressen und Eingriffe der Politik immer wieder als bedroht, wenn nicht sogar als beschädigt an. Diese kritische Einschätzung nahm im Laufe seines Lebens stetig zu. Zu tief hatten sich seine abgrundreichen Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und dem kollektiven Versagen der deutschen Gesellschaft in sein Bewusstsein hineingeätzt. Dazu kam seine Kritik am virulenten Geist des Nationalsozialismus im Nachkriegsdeutschland, der sich gerade „wegen des Verleugnens durch die Zeitgenossen ungehindert bis in die Gegenwart entfalten“ konnte.

Für Meistermann war die Freiheit der Kunst ein direkter Gradmesser für das freiheitliche Selbstverständnis der Gesellschaft. Unermüdlich warnte er vor den „im Verborgenen stattfindenden Eingriffen der Politik in die künstlerische Freiheit“. In vielfältiger Form dokumentiert das Lebenswerk des Künstlers sein kritisches Denken und seine entschiedene, zivilcouragierte Abwehrhaltung gegen jede Form der politischen Einflussnahme und des kulturpolitischen Missbrauchs.

 

Über 50 Jahre hat sich Meistermann in Grafiken, Zeichnungen, Glas- und Ölbilder immer wieder mit der Frage nach der Freiheit auseinandergesetzt. Ganz besonders die persönliche Verantwortungsethik und freiheitliche Verteidigungsbereitschaft eines jeden Einzelnen zu stärken, war sein zentrales Anliegen. Dabei berief er sich nicht nur auf historische Erkenntnisse und Vorbilder, sondern ebenso auf seinen tiefen christlichen Glauben. Davon kündet sein künstlerisches und gesellschaftspolitisches Vermächtnis in allen seinen Facetten. Über diese vielschichtigen Zusammenhänge wird der Meistermann-Experte Dr. Justinus Maria Calleen mit ausgewählten Bild- und Textbeispielen berichten. Nach dem Vortrag ist eine Diskussion mit den Vortragsbesuchern vorgesehen.

Ort und Datum:

Wegen des besonderen Interesses zum Abschluss der öffentlichen Feierlichkeiten sowie wegen der verschiedenen, bundesdeutschen Ausstellungen und Veranstaltungen zum 100. Geburtstag von Georg Meistermann ist der Vortrag von der Wittlicher „Galerie Bose“ in das „Casino Wittlich“, Friedrichstraße 4, 54516 Wittlich, verlegt worden.

Tag und Uhrzeit sind unverändert Sonntag, der 29. April 2012, Beginn 11 Uhr.

Nach der Veranstaltung besteht für alle Gäste die Möglichkeit zu einem Kennenlernen, Wiedersehen und gemeinsamen Mittagessen à la Carte im hauseigenen Restaurant. Tischreservierungen für das Restaurant „Casino Wittlich“ werden gerne vorher unter Tel. 06571-6262 entgegengenommen.
 


...Biografie des Referenten Dr. Justinus Maria Calleen...

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„Die Freiheit muss gegen den virulenten Geist des Nationalsozialismus verteidigt werden“. Georg Meistermanns künstlerisches, christliches und gesellschaftspolitisches Vermächtnis für Wittlich“ ist der Titel eines Vortrags von Dr. Justinus Maria Calleen gewesen, den das Vorstandsmitglied der Georg-Meistermann-Gesellschaft (GMG) am 29. April auf Einladung der GMG im Wittlicher Casino gehalten hat.

Erstmalig eröffnete Anne Bose, die zweite Vorsitzende der Gesellschaft, im großen Festsaal des Wittlicher Casinos die Vortragsveranstaltung. Somit konnte sichergestellt werden, dass den zahlreichen Gästen ein Sitzplatz zur Verfügung stand. Vorstandmitglied Thomas Miller führte als Moderator durch den Abschluss der dreiteiligen Veranstaltungsreihe.
 

Vortrag KontrraPunkte 29.04.12 (c) GMG

Zu dem gut besuchten Vortrag im Saal des Wittlicher Casinos waren auch Zuhörer aus Köln und Bonn angereist.              (Foto: S. Endres)
 

In seinem Vortrag machte Dr. Calleen im ersten Kapitel deutlich, wie intensiv die abendländische Geistesgeschichte der Aufklärung, hier vor allem Immanuel Kant, den Künstler beeinflusst hat.

 

Im zweiten Teil zeigte der Referent anhand von ausgewählten Bildbeispielen aus dem Gesamtwerk, wie stark Meistermann als ehemals verfemter Künstler nicht nur von der Freiheit, sondern auch vom lebenslangen Aufklärungs-Kampf gegen den verwurzelten und virulenten Geist des Nationalsozialismus im Nachkriegsdeutschland geprägt war.

Im dritten Kapitel zitierte Dr. Calleen verschiedene schriftliche Quellen, um einen detaillierteren Einblick in Meistermanns kritisches Denken gegenüber der zeitgenössischen und populistisch gesteuerten Kulturpolitik zu geben. Mit Hilfe von authentischen Quellenbelegen aus dem Nationalsozialismus und den vertiefenden Forschungsergebnissen des NS-Historiker Götz Aly konnte außerdem belegt werden, wie schnell die Volkskunst vom Geist der völkischen Kunst vereinnahmt werden kann. Durch historische Vergleiche wurde unter anderem deutlich, dass autonome Kunst auch heute noch schnell von einem kollektivistischen, kulturpolitisch und volkstümlich anbiedernden „Wir-Gefühl“ instrumentalisiert und missbraucht werden kann. Vor diesen Gefahren warnte Meistermann ein Leben lang. Dass unter anderem dieses kritische Denken und aufklärerische Handeln die Aktualität und Zeitlosigkeit von Meistermann ausmacht, konnte Dr. Calleen, auch mit Blick auf Wittlich, plausibel belegen.

Nach dem Vortrag nahmen zahlreiche Besucher am gemeinsamen Mittagessen teil. Hier konnte das Vortragsthema mit dem Referenten und mit den weiteren Vortragsmitgliedern der Gesellschaft diskutiert werden. Auf Grund der guten Erfahrungen möchte die GMG in Zukunft die meisten Veranstaltungen im Casino-Festsaal anbieten. Die nächsten Veranstaltungsthemen und -orte für die zweite Jahreshälfte wird die Gesellschaft im Sommer bekannt gegeben.

 

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